Biwak 2013 – Zelten in Brandenburg

Wie schon erwähnt waren mein Liebster und ich am Wochenende beim Adventsbiwak mit einigen Leuten von der Deutschen Bundeswehr. Die Frage ist natürlich: Wie bin ich da überhaupt hingekommen? Ich hab mit der Bundeswehr an sich eigentlich gar nichts am Hut. Mein Liebster jedoch ist bei der Royal Navy und die wiederrum machen gerne Austausche (Austäusche? Austauschii? Ich liebe Worte!), wobei einige Engländer nach Deutschland kommen und dort dieses Training mitmachen und umgekehrt. Dabei hat mein Liebster eben ein paar Leute kennengelernt, die jedes Jahr zum 2. Advent ein Adventsbiwak machen. Letztes Jahr waren es -21°C. Das ist mir dieses Jahr zum Glück erspart geblieben und die Temperatur hat sich so um die +-0°C eingepegelt. Dabei gabs viel Sonne und nur Abends und Nachts Schnee und Kälte.

Die Hinfahrt war eigentlich schon ein Abenteuer für sich. Wir sind von Thüringen nach Berlin hochgefahren und haben uns dort abholen lassen um wieder zurück nach Brandenburg zu kommen. Einfach weil es keine Mitfahrgelegenheit nach Brandenburg gab. Als wir dann da waren gab es nicht mehr viel zu tun. Es war stockdunkel und es hieß einfach ab in die Hütte, essen und schlafen. Am nächsten Morgen waren mein Liebster und ich eingetragen fürs Wecken. Damit haben wir sie geweckt:

Wer schonmal einen Dudelsack gehört hat und weiß wie laut die sind, weiß auch, wie beliebt wir danach waren. Aber am Ende hat’s uns niemand krumm genommen und es wurde nach noch mehr Liedern gefragt. Danach sind wir ein bisschen durch die Gegend gestreift und haben geschaut, was es so in der Nähe gibt.

Wunderschöne Landschaft, wie ihr sehen könnt. Dann ging es mit der Mannschaft ab in den Wald. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und bekamen dazu ein Thema, über welches wir vorher unterrichtet wurden. Mein Liebster und ich standen an der ersten Station und wir durften über das UTM Referenz-System und Planquadrate sprechen. Und zwar zu jeder einzelnen nachfolgenden Gruppe. Als die letzte Gruppe an unserer Station vorbei war, durften wir zur nächsten Station und haben uns dort erklären lassen, wie zum Beispiel ein Kompass gelesen wird, wie man eine Marschkompasszahl abliest oder wie man herausbekommt wie viele Schritte man selbst braucht um genau 100 Meter zu laufen. (Ich brauch 66 im Wald :D)

Kurz zurück zur Hütte und dann hieß es warten. Und zwar bis es dunkel wurde, damit wir unserern Nachtmarsch antreten konnten. Ca. 8km ging es durch den Wald mit nichts weiter außer Rotlichtern, einer Karte, einem Kompass und den Anweisungen die uns über Walkie Talkie gegeben wurden. Und wir haben tatsächlich zurück gefunden! Ich war größtenteils Zähler, das heißt wenn die Anweisung lautete: „Lauft 500m Marschkompaszahl 61“, dann war ich diejenige, die ihre eigenen Schritte zählen und dann irgendwann „STOP“ sagen musste, wenn die 500m vorbei waren. Diese Methode ist unglaublich akkurat. Hat mich manchmal richtig erschreckt obwohls ja eigentlich logisch ist. Es hatte angefangen zu schneien und nach so einem Marsch hat man Hunger. Also gings zurück in die Hütte und dort gabs leckere Bohnen-Suppe! Yum Yum!

Den restlichen Abend/Nacht haben wir dann mit Lagerfeuer draußen, unterhalten und trinken verbracht. Es war auf jeden Fall unglaublich witzig und lehrreich. Gegen 3 Waren wir im Bett und ’nüchtern‘ konnte man uns sicher nicht mehr nennen. Am nächsten Morgen gings dann aber auch schon wieder heim und über Nacht wars nochmal wirklich kalt geworden.

Alles in allem wars eine super schöne Veranstaltung, bei der ich jede Menge gelernt habe, ein paar Vorurteile ablegen konnte, einige Vorurteile sich bestärkt haben (Schmuuuutziger Humor sag ich nur :D) aber das ist auf jeden Fall widerholungswürdig!

Damit wünsch ich euch ein schönes Wochenende und schonmal einen schönen 3. Advent 🙂

Walking through Autumn

Vor ein paar Tagen, als das Wetter noch ein bisschen besser war und die Sonne sich öfter heraus traute, sind wir mit einer guten Freundin ab in den Wald zum „Pilze sammeln“. Die Anführungszeichen deshalb, weil ich Pilze eigentlich nicht unbedingt mag und größtenteils der Fotos wegen mitgekommen bin. Gelohnt hat es sich allemal. Sie hatte zwei Körbe voll, mein Freund hatte ein kleines Tütchen gesammelt und ich hatte ein paar wunderschöne Herbstmotive gefunden und geknipst. Ganz besonders schön wurde es als sich der Sonnenuntergang näherte und das Licht sich durch die Bäume kämpfte. Das nenne ich eine Win-Win Situation 😉
Meine Kamera ist leider nicht die beste – eigentlich eine normale Schnappschuss Kamera – und darum verschluckt sie gerne mal Farben, besonders Rottöne. Das macht sich im Herbst natürlich besonders gut, aber ich glaube, die Fotos sind dafür trotzdem recht anständig geworden.

Damit wünsche ich euch einen schönen Restsonntag,
Caro